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           BAGAN


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Bagan ist etwas ganz Spezielles,

die etwa zweitausend Pagoden und Tempel die den extremen Wetterverhältnissen und anderen Ungemach im Lauf der Jahrhunderte getrotzt haben sind tatsächlich ein archäologischer Schatz und ein unvergesslicher Anblick der die Größe der menschlichen Anstrengungen und die hohen Ziele manifestiert, nicht nur die der lokale Bevölkerung sondern die der ganzen Zivilisation.

Auf dieser trockenen Ebene im Zentrum Myanmar´s recken sich auch heute noch 2217 Tempel und Pagoden verstreut über etwa 4 Quadratmeilen am Ostufer des Ayeyarwady Flusses.

Bagan war von 1044-1286 A.D die Hauptstadt des damaligen Myanmar als der frühe zersplitterte Kleinstaat zum Reich mutierte.

Aus dem tiefen Dunkel der Vergangenheit zeichnete sich um 107 AD das erste Mal eine geographische Lokalität ab,

hervorgerufen durch den Zusammenschluss von 19 kleineren Ortschaften.

Die Tempel- und Pagodenbauer die Bagan wirklich stark und berühmt machten regierten von 1044 an. Insbesondere unter König Anawrahta (der 42 te einer Dynastie von 55 Königen) wurde das Baugeschehen stark forciert. Es wird überliefert das im Zeitrahmen von 242 Jahre (1044 bis 1286A.D.) die eifrigen Könige und andere, über vier Million Pagoden und Tempel errichteten. Somit ist das heutige Bagan mit den restlichen zwei tausend Tempel und Pagoden, obwohl großartig auch noch im Alter, mehr oder weniger nur ein Skelett der großen Vergangenheit.
Bagan Pagoden Panorama



Genau genommen gab es nur Denkmäler mit einer sakralen Bedeutung in Bagan. Die Stadtmauern, die heute zu Ruinen verkommen sind, bilden die einzige Ausnahme und das östliche Haupttor der Stadt, erbaut im 11. Jhd. ist das

Tharaba Tor
Bagan Tharaba Tor

Bagan´s Geschichte kann in zwei Teile gegliedert werden,

Bagan vor König Anawrahta und nachher. Rom oder irgendeine andere Stadt wurde nicht an einen Tag erbaut und bis Bagan sich entfaltete und die Einflüsse der drei ehemaligen Dynastien Tagaung, Thaton und Tharékhittaya assimiliert und ordentlich verarbeitet wurden verstrich ein langer Zeitraum.

Am Anfang (107 A.D.) war Bagan vielleicht eine starke Festung oder Garnisonstadt. Der Gründer, König Thamodarit, gab dem Ort den Namen Paukkan oder Pyu Gama (was einfach Pyu Dorf bedeutet) um seiner Pyu Herkunft Tribut zu zollen. Im täglichen Gebrauch änderte sich der Name allmählich zu Bagan. Jedoch Orte in Myanmar haben mindestens zwei Namen, einen Formalen und einen im täglich Umgang.

(Shwebo - nördlich von Mandalay-, Myanmars Hauptstadt während der letzten Konbaung Dynastie hatte fünf Namen.) Im formalen Gebrauch benützte man den Namen Arimaddana Pura, dies bedeutete die “Stadt der Eroberer” was auf eine raue Umwelt hinweist und die ersten Siedler / Herrscher hatten durchaus eine harte Zeit, die unwirtliche Umgebung unter Kontrolle zu bringen.

Es wird erzählt das von den dichten nahe gelegenen Wäldern wilde Tiere und fabelhafte Vögel wie die Rocs (ein Fabeltier) die Siedler bedrängten. Tapfere Ritter wie Pyu Saw Hti (der 3.König) gingen entschlossen gegen die Widrigkeiten vor. Die Hnget-pyit-taung Pagode (wo das große Roc eliminiert wurde) und Bit Phaya (wo der wilde Kürbis zerschlagen wurde) stehen auch heute noch um an die gefahrvolle Landnahme zu erinnern. Auch die Paläste der Herrscher wurden viermal an einen anderen Ort versetzt, jedoch nicht sehr weit voneinander. Der heutige Standort Bagans, einschließlich Stadtmauer und Tharaba Tor war die vierte Stadtversion, errichtet während der Herrschaft von König Pyinbyu in 849 A.D, er war der 34th. König der Dynastie.
Zu dieser Zeit ging es aufwärts mit Bagan, Handelsbeziehungen mit Shans und Chinesen im Osten, Assam und Manipur im Westen und mit den Pyus und Mons im Süden brachten andauernden Wohlstand.

Die Glaubens- und Religions- verhältnisse waren sehr unterschiedlich in dieser Zeit, streitbare Aris (Mönche) die aus N.W. Indien einwanderten gewannen beträchlichen Einfluss über das “gemeine Volk”. Während der Herrschaft von Thin-lé-kyaung (344-384 A.D.), dem 7. König der Dynastie, wurde der Berg Popa zum Domizil der Mahagiri Nats erkoren und Wallfahrten zu diesen Geistern und Dämonen kam in Mode. Somit, Bagan vor Anawrahta hatte keinen wesentlichen kulturellen Fortschritt für fast tausend Jahre (107-1044) die Position als Königreich war jedoch unbestreitbar.

Anawrahta’s Königreich
von Bagan

Anawrahta war der 42-ixte König der Bagan Dynastie und er kam in 1044 an die Macht.
Um seine Position zu gewinnen und zu verteidigen waren drastische Schritte nötig unter anderen tötete er seinen Halbbruder Sokkaté im Zweikampf.
Als junger König ein extremer „Heißsporn” verursachte er viel Ärger, jedoch im Lauf der Jahre wurde er ein gerechter Herrscher und versuchte die von ihm verursachten Ärgernisse zu reparieren.

Unter Anawrahta wurden umfangreiche Infrastrukturverbesserungen in Angriff genommen, wie Reparatur der Bewässerungsanlagen um den Meiktila See, so wuchs Kyauksé zum Getreidespeicher Nordmyanmars. Es erfolgten tief greifende administrative Reformen, er teilte das Königreich in Bezirke und ernannte Statthalter um sich um alle lokalen Angelegenheiten zu kümmern und Steuern zu erheben. Für die Sicherheit stellte wurden 45 Vorposten entlang der Grenze des Königreiches eingerichtet.

In Religion und Kultur versuchte er die schäbigen Gewohnheiten der Aris und die sehr populären Vorführungen von nat-pwés (Marionettentheater und Tanzvorführungen, wo Nats eine Rolle spielen) einzudämmen. Er Bagan der Herrschersuchte nach einer passenden Staatsphilosophie. In 1056 A.D., kam Shin Arahan, ein engagierter buddhistischer Missionar aus Thaton an den Hof zu Bagan. Der Mönch und der dynamische König entdeckten ihre Gemeinsamkeiten und historische Umwälzungen in Bagan und später in ganz Myanmar nahmen ihren Lauf.
Anawrahta propagierte den Theravada Buddhismus als Staatsreligion, verbannte einige Aris und zwang andere ins nichtreligiöse Fach zu wechseln. Um seine religiösen Ambitionen zu stärken benötigte er anerkannte buddhistische Schriften. König Manuha von Thaton besaß diese, lehnte das Ansuchen Anawrahta einen Satz davon abzugeben ab.
Anawrahta erklärte Thaton den Krieg (1057 A.D.) und zerstört die Mon Dynastie. Auf 31 Elefanten wurden die Schriften nach Bagan geschafft. Manuha und seiner Familie gefangen genommen und etwa 30 000 Handwerker, Künstler und andere erfahrene Arbeiter als Kriegsbeute nach Bagan verschleppt. Dieser Krieg war ein unglücklicher Fall, der wahrscheinlich durch ein Missverständnis hervorgerufen wurde, denn offensichtlich brachte es niemand König Manuha nahe was der Bagan Reitereigentliche Zweck des Ansuchen war. Wie dem auch sei, es war das Schicksal Thaton´s eine Opferrolle zu spielen um Bagan und Myanmar voranzubringen.
Shin Arahan, die Schriften, Mon Handwerker und Anawrahta, all das zusammengenommen setzte ungewöhnliche Synergien frei die bis ins letzte Dorf abstrahlten. Die Einwohner Bagans wurden so belesen das sogar Dorfmädchen über Metaphysik mit den gelehrten Mönchen der großen Klöster parlieren konnten.


  
  
Der Ananda Temple

Dieser Tempel symbolisiert die endlose Klugheit (Ananta Panna) des Buddhas, so wie der Thatbyinnyu Tempel (Seite 39) die Allwissenheit des Tathagata symbolisieren soll . Folglich der Bagan Ananda Tempel
Name Ananta, der später zu Ananda veränderte wurde, dem Namen von Buddhas Cousin. Der Grundriss ist ein Quadrat von etwa 70 m Seitenlänge das auf jeder Seite von Vestibülen durchbrochen ist und sich damit in ein nahezu vollkommenes griechisches Kreuz wandelt. Diese Vorhallen sind ein wenig niedriger als der Hauptbau der ungefähr 10 m hoch ist, zwei Reihen Fenster lassen etwas Licht eindringen. Darüber sind einige Terrassen gesetzt von denen die letzte als Fundament des krönenden Turms dient.

Die untere Hälfte des Turms hat die Form einer Mitre ähnlichen Pyramide wie es in indischen Tempel üblich ist. Die obere Hälfte ist ähnlich wie ein Kegel mit Spitze die in allen glockenförmigen Pagoden Bagans üblich. Der vergoldete Htee (Schirm) schließt das Ganze auf einer Höhe von 50m ab. Im Inneren verlaufen zwei hohe, gewölbte Gänge zueinander parallel entlang den vier Seiten des Tempel. Sie werden durch niedrige, schmalen Durchgänge mit Fenster verbunden, durch die fahles, spärliches Licht fällt. Vier große Flure in die man durch Säulenhallen eintritt durchschneiden die Gänge.

Die Mitte ist als gigantischer Würfel geformt , auf den vier Seiten stehen in tiefen und hohen Nischen 4 riesige Buddhastatuen die frühere Buddhas darstellen die unsere Welt zu einen früheren Zeitpunkt verlassen haben um ins Nirwana einzutreten.

Die Statuen sind so aufgestellt: im Norden Kakusanda; im Osten Konagamana;
Im Süden Kassapa; und im Westen Gotama. Jede Skulptur steht auf einen 2.5 m hohen Thron und ragt etwa 10 m empor. Die nördlich uns südlich aufgestellten Statuen sind Originale, die im Osten und Westen sind Kopien da ein Feuer die Ursprünglichen zerstörte.
Interessant sind auch die zahlreichen glasierten Terracotta Fliesen (linke Seite oben) die das Interieur verzieren, auf den Fliesen werden Jataka Geschichten dargestellt. In jede dieser Plaketten ist eine Mon Legende eingeritzt.

Die Innenwände sind mit Nischen durchlöchert, in denen kleine Steinbuddhas in verschiedenen Positionen dargestellt sind. Bemerkenswert zwischen den Skulpturen ist ein Zyklus von 80 Reliefs die im äußeren Flur untergebracht sind und das Leben des Bodhisattva von seiner Geburt bis zum erreichen der endgültigen Weisheit zu veranschaulichen .

Der westliche Teil schließt auch die lebensgroßen Statuen, Kyanzittha und Shin Arahan ein. Im Portal auf dem Westgesicht gibt es zwei symbolische Buddha-Fußabdrücke, jeder Abdruck trägt die traditionellen 108 Markier- ungen, wie in einigen der Pali Kommentare
aufgezählt, aber infolge der Vergoldung und des Abtragens durch die konstanten Ritual- waschungen, sind einige dieser Markierungen verschwunden.

Nahe zum Ananda Tempel ist das lokale Museum, in dem Ausstellungen mit Darstellungen der Ikonographie, Architektur und der Religionsgeschichte Bagans zu besichtigen sind.
Entlang den Veranden des Museums sind Steine mit Inschriften aufgestellt, die in der Nähe eingesammelt wurden, sie beschreiben verschiede religiöse Themen in unterschiedlichen Sprachen. Birman, Mon, Pyu, Tamil, Siamesisch und Chinesisch.

 


 

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